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Meine Kommentare im Hier, Jetzt und Heute, auch über gestern und morgen.



Swissair

Freitag, 6. Oktober 2006, 15:53 | Politik | von Theddy | Drucken Drucken

Die zweiteilige Dok-Sendung des Schweizer Fernsehens über den Untergang der Swissair hat offenbar keine grossen Reaktionen hervorgerufen – ich habe jedenfalls nicht viel davon gesehen. Dabei hat mich die Sendung beeidruckt – auf doch sehr sachlicher Ebene wurden all die verschiedenen Aspekte dargestellt und einmal mehr muss man sagen, dass so ein grosses Ereignis ein bisschen komplexer ist, als man das ja gerne hätte und einen Schuldigen bezeichnen möchte, der das alles verschuldet hat. Selbstverständlich sind da offenbar ganz viele Fehler gemacht und Dinge nicht richtig eingeschätzt worden. Es ist wie immer bei einem grossen Unglück – es ist immer die Verkettung von verschiedenen Dingen, die letztlich dann zur Katastrophe führen:

  1. Ablehnung EWR-Vertrag
  2. Unglück SR 111 bei Halifax
  3. Hunter-Strategie von Bruggiser
  4. New York 9/11
  5. Ein Verwaltungsrat, der offenbar nicht so richtig hinschaut
  6. Fehleinschätzungen der Finanzlage
  7. Führungsstil von Corti
  8. Verschiedene Komplikationen betreffend Sabena mit Belgien
  9. Undurchsichtige Finanztransaktionen in letzter Minute
  10. Unmöglichkeit, noch vorhandenes Kapital zu überweisen, um das Grounding zu vermeiden

Beim Grounding waren es v.a. die Banken, die angeschossen wurden, weil sie kein Geld zur Verfügung gestellt hätten. Nach den zwei Sendungen ist aber erstaunlich, wie viel Geld sie bereit gewesen sind, da zu investieren.

Nun gut, die Rückblende bringt die Swissair nicht mehr zurück. Hoffentlich aber wird es ein Lehrstück für das Management, damit so etwas nicht mehr so schnell geschehen kann.

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Volk als Trottel hingestellt

Freitag, 6. Oktober 2006, 15:53 | Politik | von Theddy | Drucken Drucken

Bundesrat Blocher macht im Ausland das Schweizer Volk schlecht. Ein Gesetz, das bei einer Volksabstimmung angenommen wurde, macht ihm plötzlich im Ausland “Bauchweh”. Herr Blocher bemüht zwar vor Abstimmungen, immer im Namen des Volkes zu reden – aber wenn es anders entscheidet, als was seine Meinung und Ansicht betrifft, so kritisiert er das im Ausland. Mehr daneben kann man sich wirklich nicht benehmen. Ein Exekutiv-Mitglied, das im Ausland das demokratische System in Frage stellt, ist meiner Meinung nach einfach nicht mehr haltbar. Ich hoffe sehr, dass das Parlament im Dezember, wo es um die Wiederwahl der Bundesräte geht, dieses Vorkommnis nicht schon wieder vergessen haben und endlich Konsequenzen folgen lassen. Wenn es nicht ein politischer Scherbenhaufen wäre – es ist einfach nur penibel.

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